Zusammenfassung: GRIBS-Kongress 2008: Lustvoll und effizient

der Ergebnisse

Dieter Gewies (GRIBS-Vorstand) begrüßt die vielen Anwesenden; besonders erwähnenswert ist es, dass es über 50  2.Bgm bzw. 3.Bgm und auch stellvertr. LandrätInnen gibt. Das zeigt, dass sich die 50jährigen Mehrheitsverhältnisse umkippen und die Grünen in den Gremien gewichtiger werden.

Sepp Daxenberger: Grußworte des Landesvorstands
Er bedankt sich ausdrücklich für den Einsatz bei der Kommunalwahl: die Wahlergebnisse haben gezeigt, dass wir richtig liegen.
Er bittet um vollen Einsatz bei der Landtagswahl.

Derzeit ist die Ausgangssituation für ein Knicken der CSU so gut wie nie:

- Grüne stehen in den Umfragen sehr gut da,

- CSU bröckelt, haben Probleme/FW hat kein Programm, die WählerInnen wissen nicht, wofür sie stehen.

- Grüne stellen nicht nur die Richtigen Fragen, sondern sie haben auch die richtigen Antworten.

- Die CSU muss in die Opposition, damit die Chance auf grüne Änderungen im Landtag greifen können.

- Grüne sind in Umfragen die Hoffnungsträger. Die derzeitige Politik der CSU in Bayern ist von Skandalen dermaßen überschattet, dass selbst CSUler ihren Wahlsieg mit Skepsis sehen.

- Grüne können selbstbewusst in den Wahlkampf gehen; unsere Themen sind in der Gesellschaft aktueller denn je.

- Wir beziehen überall klare Positionen:  bei der Agrarpolitik, Wasserpolitik, Bildungspolitik.

Uwe Peters (Grafing, KV Ebersberg):

Durch effektive Arbeiten einem Burnout vorbeugen. Zeitmangement und Arbeitsorganisation

 Gazellen und Löwen

 "Jeden Morgen wacht in Afrika eine Gazelle auf. Sie weiß, sie muss schneller laufen als der schnellste Löwe, um nicht gefressen zu werden.

Jeden Morgen wacht ein Löwe auf. Er weiß, er muß schneller als die langsamste Gazelle sein, oder er würde verhungern.

-> Es ist egal, ob man ein Löwe oder eine Gazelle ist: Wenn die Sonne aufgeht, musst du rennen!"  "Jeden Morgen wacht in Afrika eine Gazelle auf.

Sie weiß, dass sie sich, will sie nicht gefressen werden, in ihrem Verhalten nach den Jagdzeiten der Löwinnen richten muss.

Jeden Morgen wacht in Afrika eine Löwin auf. Sie weiß, dass sie nur dann nicht verhungern wird, wenn sie die Zeiten beachtet,

zu denen die Gazellen ihren Durst am Wasser stillen.

-> Es ist egal, ob man eine Löwin oder eine Gazelle ist: Wenn die Sonne aufgeht, muss man etwas von den Zeiten anderer

Lebewesen verstehen und sie beachten." (Quelle: Martin Held und Klaus Kümmerer, in: Barbara Adam, Karlheinz A. Geißler, Martin Held,

Die Nonstop-Gesellschaft und ihr Preis, Hirzel Verlag, Stuttgart 1998; ISBN-10: 3777607967; ISBN-13: 9783777607962)

 Schutzfaktoren gegen Stress

Gegen inneren Stress:

-> Gib acht, was Du denkst - es könnte wahr werden!

-> Deine Gedanken und Vorstellungen steuern Dein Leben!

-> Denk dran: Die Vorstellungen von den Dingen (oder Mitmenschen) sind meist schlimmer als die Dinge (oder Mitmenschen) selbst.

- Überprüfe Deine Glaubenssätze ("Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!" usw.) und mache Dir gegebenenfalls neue.

- Übe Gelassenheit.

- Du musst nicht alles selbst können/machen. Übe delegieren. Gib auch anderen eine Chance, Fehler machen zu dürfen.

Gegen äußeren Stress:

- Erwartungen von anderen an mich: Prüfe, was passt und setze Grenzen, wo nötig – Nein! sagen.

- Konflikte nicht schwelen lassen, sondern ansprechen.

- Nimm Dir Zeit zum Ankommen und schaffe Dir "Zeitinseln" ganz für Dich.

- Meide möglichst Menschen, die Dir nicht gut tun.

Entstressend ist generell:

Alles, was Deinen Grundbedürfnissen entgegenkommt.

Gute und gesunde Ernährung.

Körperliche Aktivität, Freude an Bewegung.

Befriedigende zwischenmenschliche Beziehungen.

Humor und Lebensfreude.

Liebes- und Genussfähigkeit.

Entspannung und Muße.

Zärtliche Berührungen, Umarmungen, Sex.

Positiv denken, Gefühle zeigen.

 

In akuten Situationen:

3 X bewusst durchatmen.

Körperhaltung bewusst ändern (z.B. aufstehen, Fenster öffnen, lüften, Raum verlassen).

Sich innerlich distanzieren (z.B. bei verbalem Angriff).

Ein Gespräch zur Entlastung suchen

Klares Wasser trinken.

Ein Stück Schokolade essen (Endorphine – Glückshormone – wirken schnell entstressend).

 (In Anlehnung an einen Text von: Ó Monika und Albert Feldkircher, Egg/Vorarlberg)

 Tucholsky-Text "Der zappelnde Nichtstuer" -

(Quellenverweis: zitiert in Karlheinz A. Geißler, Zeit leben, S. 105, aus: Kurt Tucholsky, Gesammelte Werke, Rechte Verlag Rowohlt, Reinbek)

Jeder sollte für sich eine Balance finden zwischen zu ernst nehmen und nicht so ernst nehmen. Auch mal NEIN sagen.

 Einteilung der Arbeitszeit – Zeitmanagement

Zeitdiebe ausfindig machen, individuelle Tagesleistungskurve beachten

Sägeblatt-Effekt:

Analysieren, wie man selbst arbeitet und dann die Phasen für möglichst konzentrierte Arbeiten finden und fest einplanen.

Pareto-Prinzip:

80:20: 80 % der Arbeit wird schon mit 20 % der insgesamt benötigten Zeit erledigt. Für die restlichen 20 % der Arbeit braucht man dann 80 % der Zeit.

 Eisenhower-Prinzip:

Anhand je einer Wichtigkeits- und einer Dringlichkeitskoordinate die Arbeiten in vier Bereiche aufgliedern.

A: sofort selbst erledigen

B: terminieren

C: delegieren, verkürzen oder sogar streichen

P: Papierkorb/NEIN-sagen

 

Ziele setzen:

Wichtig ist es, sich alle paar Jahre über die eigenen Ziele Gedanken zu machen.

Folgende Fragen:

Was will ich bis Ende meines Lebens erreichen/geschafft haben?

Was möchte ich in 10 bis 20 Jahren erreichen/geschafft haben?

Was möchte ich in einem überschaubaren Zeitraum erreichen/geschafft haben, z.B. bis Ende dieser Wahlperiode?

 

Friederike Kahlau-Karstädt, gewaltfreie Kommunikation, (München-Starnberg):

Aufrichtigkeit ohne Vorwurf und Kritik! Andere verstehen, selbst wenn ich nicht mit einverstanden bin.
Gewaltfreie Kommunikation wurde von Marshall Rosenberg entwickelt. Missverständnisse und Spannungen entstehen nicht zu letzt in der Art, wie wir miteinander reden. Kritik, Urteile und Angriffe nicht mehr persönlich nehmen.  Der Umgang mit anderen (auch wenn sie inhaltlich völlig anderer Meinung sind) setzt eine Wertschätzung des Anderen voraus, so wie wir für uns auch eine Wertschätzung möchten.

Folgendes sollte man erkennen lernen und unterscheiden:

- Wahrnehmung und Interpretation

- Gefühle und Diagnosen

- Werte und Bewertung

- Bitten

 Gespräche in Elementen aufbauen:

- Wahrnehmen, um was es dem/der  GesprächspartnerIn wirklich geht. Was will er/sie genau? Dem/r anderen zuhören, ggf. nachfragen.

- Erkennen: Was braucht der Andere, was brauch ich jetzt? Wie fühle ich mich jetzt? (z.B. Respekt). Klarer Ausdruck ohne mit Interpretation zu vermischen.

- Die Bitte an den/die Andere/n klar äußern; möglichst keine abstrakten Forderungen stellen (erfüllbare, reale, Bitten)

 Das muss geübt werden. Es ist echte Arbeit, eingeschleifte Gewohnheiten zu ändern.

In der anschließenden Diskussion wird bezweifelt, dass z.B. es in der doch sehr konträren Diskussion im Rat gewaltfrei funktionieren kann. Frau Kahlau stellt klar, dass beide Formen der Kommunikation (konfrontierende und gewaltfreie) – je nachdem welches Ziel erreicht werden soll – ihre Berechtigung haben. Wichtig ist zu erkennen: Mit konfrontierender Kommunikation wird es kurzfristig zu keiner gemeinsamen Lösung kommen. Die gewaltfreie Kommunikation eröffnet die Möglichkeit zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen.

Der Tagungsbeitrag kann in der Kürze lediglich eine Anregung sein, das Thema in einem Tageskurs oder einem ganzen Wochenende zu vertiefen.

 -  Jenseits von richtig und falsch gibt es einen Ort – dort begegnen wir uns.-

 GRIBS-Vorstand Susanna Tausendfreund bedankt sich in unser aller Namen bei den Referenten mit einer Flasche ökologischen Rotwein.

Kontakt zu den Referenten:

Frau Kahlau-Karstädt, Tel: 08151-972 188, klaus.karstaedt@t-online.de

Uwe Peters, Tel: 08092-3663, eberl-peters(at)t-online.de

www.k-training.de
www.gewaltfrei.de
www.gewaltfreies-muenchen.de

 

Peter Gack, GRIBS-Geschäftsführer

Wo bekomme ich Unterstützung und Hilfen?

 Mittels Powerpoint-Vortrag werden kommunalpolitische Quellen vermittelt.

Vor allem die parteieigenen und grünnahen Einrichtungen, aber natürlich auch die Kommunalpolitischen Spitzenverbände:

Bayerischer Gemeindetag, Bayerischer Landkreistag, Bayerischer Städtetag.

Direkte Links zu den grundlegenden Gesetzen, vor allem das Kommunalrecht sowie die Verordnungen für Gemeinden, Landkreise, Bezirke wurden aufgezeigt. Hier als pdf die Folien des Vortrages.

Sie finden sich in der Link-Sammlung auf der website von GRIBS-Kommunalbüro.

 Arbeitsgruppen und Fazite:

 AG 1 Energie

Von 22 Teilnehmern waren mit 18 die überwiegende Mehrheit (aufgrund der Vorstellungs- und Einschätzungsrunde) in der bzw. vor der Startphase zur ENERGIEWENDE.

Dies beinhaltet z. B. Grundsatz-Beschlüsse der Gremien und wo es auch sehr wichtig wäre, dass eine Person für diesen Bereich über Jahre eingestellt wird.

Da wir aus Zeitgründen die MÖGLICHKEITEN ZUR UMSETZUNG nicht mehr in den drei Arbeitsgruppen sammeln konnten, gab ich den Teilnehmer zwei Schwerpunkte "an die Hand":

Die Darstellung der Energiekosten und der möglichen Wertschöpfung in den Kommunen/Landkreisen anhand der Tabelle auf der GRIBS-Homepage (Suchbegriff Wirtschaftskonzept) zum Einsatz in den Gremien.

Weiterhin die Möglichkeit einen/eine Regionalmanager/in mit Förderung des Bay. Wirtschafts-Ministerium ("Allianz Bayern Innovativ"/siehe Ministeriums-Homepage) mit Schwerpunkt ENERGIEWENDE einzustellen.

Die TeilnehmerInnen waren sich weitgehend einig, dass 100% Erneuerbare in ihren Orten nicht nur möglich, sondern auch alternativlos nötig sind. Entsprechend dem jetzigen Ausbaugrad an Erneuerbaren in jeder Gemeinde wurden Zwischenziele benannt und kurz - mittel- und langfristige Projekte aufgezeigt. Die Zielformulierung sind dem Foto zu entnehmen. Hier

 

AG 2 Familienfreundliche Kommune/Bildung

Attraktive Freizeitmöglichkeiten, starke Bildungslandschaften, Arbeit für alle und mit Familie, saubere Natur, Betreuung für Jung und Alt, günstige Mobilität, Prinzip der kurzen Wege etwa in der Versorgung, erschwinglicher und kinderfreundlicher Wohnraum.... Sammelt man Prinzipien, Projekte und Politikbereiche, die elementar stehen für eine familienfreundliche Kommune, dann ist Vollständigkeit kaum zu erreichen. Familienfreundlichkeit ist eine Perspektive, eine Brille, die sich KommunalpolitikerInnen und Verwaltungen aneignen müssen und mit der alle Vorhaben und Entscheidungen in einer Kommune bewertet werden müssen. Voraussetzung ist allerdings, für sich zu beschreiben, was Familie sein kann und warum eine Kommune überhaupt familienfreundlich werden soll.

Überspitzt gefragt:

Braucht eine Kommune, deren demografische Perspektive in einer weit überalterten Bevölkerung liegt, ein flächendeckends Angebot an Kinderspielplätzen?

Kann ein solches Angebot den demografischen Trend aufheben?

Wir brauchen gute Antworten, um integrierend argumentieren zu können und damit Familienfreundlichkeit keine Leerformel kommunalen Politikmarketings bleibt!

Wir dürfen nicht warten, bis es zu spät ist! Fazit hier

 

AG 3 Mobilität

Es ist wenig sinnvoll das Thema Mobilität nur über Einzelmaßnahmen anzugehen. Zuerst sollte ein Gesamtziel erarbeitet und vermittelt werden. Aus diesem Oberziel können sich dann Unterziele und einzelne Projekte ableiten.

Die Projekterarbeitung und -umsetzung sollte systematisch unter Einhaltung der Projektphasen "Initiierung", "Konzeptentwicklung", "Umsetzung" und "Projektabschluss" Erfolgen.

Hilfreich dazu ist der in der AG vorgestellte Leitfaden (unter GRIBS-Veranstaltungen-Kongress2008). Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung sind: die Einbindung aller wichtigen Akteure (dazu gehören auch die Gegner), die ausführliche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, eine gute Öffentlichkeitsarbeit und die Evaluation.
Fazite hier und hier

 

AG 4 Planen-Flächensparen

Wesentlicher Bestandteil flächensparender Planung ist ein stimmiges Zielkonzept (Orts-/Stadtentwicklungsplan) mit den Zielen Flächensparen/Innenentwicklung. Dabei könnte u.U. eine Interkommunale Zusammenarbeit (z.B. gemeinsames Gewerbegebiet) interessant sein.

Um- und Nachfolgenutzungen sollten vor Neubaustehen. Neben einer möglichst kompakten Bebauung (v.a. Vermeidung eingeschossiger Bauten) ist eine kleinteilige Mischung von Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit die Voraussetzung für kurze Wege und für eine gleichmäßige Auslastung des ÖPNV und damit für die Einsparung von Verkehrsflächen.

Großeinrichtungen wie Einkaufs- oder Freizeitzentren am Ortsrand erzeugen dagegen erhebliche Kfz-Verkehre mit dem entsprechenden Flächenverbrauch.

Verkehrsflächen selbst bieten Einsparpotenziale wenn die in der Regel überzogenen Straßenbaustandards (Anzahl der Fahrspuren, Spurbreite) vermieden und in Wohnstraßen Verkehrsarten überlagert werden (Verkehrsberuhigter Bereich: Spielen, Fußgänger, Radfahrer und Kfz mit Schrittgeschwindigkeit auf der gleichen Fläche).

Naturflächen können durch die Einrichtung von Schutzgebieten gesichert werden. Eine neue Idee ist die bessere Verankerung von Landschaftsschutzgebieten im Rahmen eines Naturparks.

Weniger Versiegelung und Flächensparen werden meistens durch wirtschaftliche Aspekte gefördert. Wichtige Randbedingungen für die Zukunft sind die steigenden Energiepreise und die demografische Entwicklung.
München: regelt seine Flächenprobleme so: "Gesetz zur Erleichterung von Planungsvorhaben für Innenentwicklung der Städte "BauGB 2007". Hier
Indikatoren zum Flächenverbrauch gibt es unter: www.inka.bayern.de

Bündnis zum Flächensparen in Bayern: www.boden.bayern.de

Es gibt eine Wander-Ausstellung von SRL (Vereinigung für Stadt, Regional und Landesplanung) bayr. Architektenkammer und Bund Naturschutz.

Download unter:

www.bund-naturschutz.de/fileadmin/download/bayerns_schoenheit_bewahren/01-13Station_20-06-2006.pdf

 Fazit hier

 
AG 5 Mitmachkommune

Die Kernaussagen sind im Foto festgehalten. Hier

Infos: www.mehr-demokratie-in-bayern.de

 

 - Auch die Moderatoren der Arbeitsgruppen gingen nicht ohne eine gute Flasche Rotweins. -

 Terrassenparty am See:
Bei schönstem Terrassenwetter gab es Leckeres, frisch vom Grill. Spontan bildete sich eine Jamsession-Group.
Die Zusammensetzung war spannend: Gitarre, Geige, Blues-Mundharmonika, Bongo und Flöte und natürlich Stimmen.
Angefangen vom Bongokonzert, Musik von der Renaissance über Wander- und Kinderlieder, Schlager, Rock and Roll gab es ein buntes Repertoire zum mitsingen und anhören. - Sogar ein Jodler war dabei!
Die übliche Schafkopf-Gang fehlte ebenfalls nicht.

Sehr schön fanden wir, dass wieder 4 Kinder und eine Jugendliche dabei waren; GRIBS sorgte für eine Betreuung.
Sie verstanden sich auf Anhieb und nutzten das warme Wetter vor allem zum Baden im und Spiele am See.nntag:

 

Berichte vom Landtag und Bundestag

LT-Fraktion: Margarete Bause, und Sepp Dürr,

BT-Fraktion: Toni Hofreiter

Moderation: Susanna Tausendfreund

 

Margarete und Sepp beleuchten die derzeitige Schwäche der CSU, insbesondere das schwache Führungsduo Beckstein/Huber. Da auch die SPD keinerlei Anzeigen zeigt, sich inhaltlich aufzustellen, sind die Grünen die programmatisch am besten aufgestellte Partei. Die Fraktion wird eine Reihe von Anträgen einbringen, die dann auch namentlich abgestimmt werden, so dass über die homepage des Landtages (Drucksachen) jederzeit erkennbar ist, wie die Abgeordneten aus der Region abgestimmt haben, was wichtig für die Argumentation vor Ort ist. Schwerpunkte im Landtagswahlkampf werden sein:

Bürgerrechte, Soziale Gerechtigkeit, Gentechnik, Energie, Frauen, Bildung. Breiten Raum nahm der Bericht und die Diskussion zum Landesbank-Untersuchungsausschuss ein.

 

 

Toni gibt einen ganz kurzen Abriss von seinen kommunalpolitisch relevanten Tätigkeitsschwerpunkten. Interessant, was alles so hinter den Kulissen abläuft und wie weit doch CDU/CSU und SPD in vielen Bereichen auseinander liegen. Das führt allerdings nur dazu, dass nichts voran geht.

Die Bahn-Teil-Privatisierung wurde anscheinend mit Pöstchen-Versprechungen "erkauft", wie man aktuellen Pöstchenzuteilungen in Aufsichtsrat und Vorstand und Vorständen in diversen Bahngesellschaften ansehen kann.

 

Ein für die Kommunalos (insbesondere Kreisräte und Stadträte kfr. Städte) wichtiger Punkt ist die Neufassung der EU-Richtlinie zum ÖPNV. Am 3. Dezember 2009 tritt die Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 des europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2007 über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 1191/69 und (EWG) Nr. 1107/70 des Rates in Kraft. Die bisherige Verordnung (EWG) 1191/69 tritt dann außer Kraft. Das deutsche Personenbeförderungsgesetz (PBefG) muss an die neue Verordnung angepasst werden. Die neue Verordnung gilt immer dann, wenn ausschließliche Rechte oder finanzielle Ausgleichsmittel fließen. Das dürfte nahezu für den gesamten ÖPNV in Deutschland gelten. Eine Ausnahme von der Verordnung für eigenwirtschaftliche Verkehre, wie das die bisherige Verordnung vorsah, gibt es zukünftig nicht mehr.

Das hat Auswirkungen auf alle Landkreise und kfr. Städte, die ja Aufgabenträger des ÖPNV sind. Beispielsweise wird es in Zukunft nicht mehr möglich sein, dass die Kreisverwaltung in Absprache mit den Busunternehmern und der Bezirksregierung die Linienkonzessionen einfach so vergibt. Der Kreistag hat Anspruch auf Information und Transparenz. Dieses sollte von den Grünen RätInnen eingefordert werden.

Toni bietet zum Thema Informationen an und regt an, dass es in Kürze ein über GRIBS organisiertes "Seminar" zum Thema geben sollte. Die verkehrspolitische Sprecher/innen aus den KT-Fraktionen sollten hierzu vernetzt werden.

Hintergrundinfo und Musteranfrage für Kreisräte: "Jetzt aktiv werden für besseren ÖPNV"

unter http://toni-hofreiter.de/ansicht.php?veranst_id=588

 

 

Mitgliederversammlung von GRIBS-Kommunalbüro und

GRIBS-Bildungswerk e.V.

- die Fotos sind von Katharina Meißner, Brunhilde Rothdauscher, Wolfgang Schmidhuber und Karin Zieg -

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde Abschied genommen.

Der GRIBS-Kongress im Jahr 2009 wird turnusgemäß im nördlichen Bayern stattfinden.