Die 7 bayerischen Bezirkstage

Zuordnung, Aufgaben, Finanzen

Die sieben bayerischen Bezirke
sind kommunale Gebietskörperschaften (nicht zu verwechseln mit den Regierungsbezirken), die in der Bayerischen Verfassung verankert sind. Sie bilden – neben den Gemeinden und Städten (erste kommunale Ebene) und den Landkreisen (zweite kommunale Ebene) – die dritte kommunale Ebene in Bayern. Alle drei kommunalen Ebenen stehen gleichberechtigt nebeneinander und erfüllen jeweils eigene Aufgaben.

Aufgaben:
Die Bezirke nehmen diejenigen Aufgaben wahr, die über die Zuständigkeit und das Leistungsvermögen der Landkreise und kreisfreien Städte hinausreichen. Dies betrifft im Wesentlichen Aufgaben aus den Bereichen Soziales, Gesundheit, Kultur, Bildungswesen und Umwelt, soweit diese überörtlichen Bezug haben. Dazu unterhalten die Bezirke eigene Einrichtungen, fördern Maßnahmen, Dienste und Einrichtungen anderer Träger und erbringen gesetzliche Sozialleistungen. 

Die Bezirkstage:
Die Bezirke werden durch die Bezirkstage verwaltet. Das sind Kommunalparlamente, die alle fünf Jahre zeitgleich mit dem Bayerischen Landtag gewählt werden. An deren Spitze steht der Bezirkstagspräsident.

Die Finanzen:
Das Haushaltsvolumen der bayerischen Bezirke betrug im Jahr 2017 knapp 5,4 Milliarden Euro. Dabei nahmen die Ausgaben für soziale Leistungen mit 4,8 Milliarden Euro einen Anteil von 90 Prozent ein. Aus dem vielfältigen Aufgabenkatalog der Bezirke sind dabei die überörtliche Sozialhilfe, darunter insbesondere die Eingliederungshilfe und die Hilfe zur Pflege sowie die übrigen zu erbringenden Leistungen wie etwa Kostenerstattungen im Bereich der Jugendhilfe finanziell am bedeutsamsten.
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