Biostädte: Mehr Bio und Regionale Lebensmittel festlegen!

Neuer Praxisleitfaden und Musteranträge

Praxisleitfaden: Biostädte

 

Ein hilfreicher Praxisleitfaden will das erst frisch gegründeten Netzwerk deutscher Biostädte Schubkraft verleihen. Erlangen und Regensburg, München (seit zehn Jahren 50 % der vegetarischen Nahrung ist bio. Fleisch 90%) aber auch Hamburg gehörten zu den jüngsten Mitgliedern. Kleinere Kommunen wie Hersbruck, Altdorf oder Neumarkt engagierten sich in der Region in diesem Bereich, ohne sich dem Bündnis bisher fest angeschlossen zu haben. Das setzt jeweils einen politischen Beschluss in den Bürgervertretungen voraus. Mehr bio und mehr regional - Konsum aus Produktionsstätten aus dem jeweiligen Umland, das fördert die regionalen Wirtschaftskreisläufe und gibt Perspektiven für Landwirtschaft, Gärtnereien, aber auch verarbeitende Betriebe wie Bäckereien und Mostereien.

Der 72-seitige Leitfaden klärt rechtliche Fragen, die ersten Schritte in Politik und Verwaltung sind beschrieben, ein Fahrplan mit Formulierungshilfen für das vorgeschrieben Vergabeverfahren bei der Beschaffung gesunder und nachhaltig produzierter Nahrungsmittel finden sich. Er gibt auch ganz praktische Tipps, wie Kommunen bei der Verpflegung in Bioqualität in ihrem Verantwortungsbereich vorankommen können. Neben erfolgreichen Beispielen deckt der Serviceteil Literatur und Adressen ab sowie Beispiele für Ausschreibungstexte oder Stadtratsbeschlüsse aufgeführt.
Der Praxisleitfaden "Mehr Bio in Kommunen – Strategien und Konzepte zur erfolgreichen Einführung von Bio-Lebensmitteln im Verpflegungsbereich von Kommunen" ist erhältlich beim Netzwerk deutscher Biostädte, c/o Stadt Nürnberg, Referat für Umwelt und Gesundheit, Hauptmarkt 18, 90403 Nürnberg. Und als Download auf der Homepage www.biostaedte.de

Musterantrag:
Erfolgreicher Antrag:

Der Kreistag Starnberg beschafft künftig regionale, saisonale, biologische und fair.Bemängelt wurde nur, dass das Kriterium "regional" nicht in die Ausschreibungskriterien aufgenommen werden kann. Allerdings können nach der beigefügten Richtlinie über die Berücksichtigung von Umweltgesichtspunkten bei der Vergabe öffentlicher Aufträge alle möglichen Umweltkriterien, z.B. auch kurze Wege, zu Grunde gelegt werden.
Downloads: AntragStarnberg
Richtlinien_Bayern