Mehr Solaranlagen in die Städte.
Tübingen führt Pflicht bei Neubau ein - Königsberg erlaubt sie in historischer Altstadt

...und es geht doch!

Solares

Ja zu Sonnenstrom-Erzeugung in der Königsberger Altstadt

In der Altstadt von Königsberg wird es in Zukunft unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein, Photovol­taikanlagen zu errichten.

Schon mehrfach gab es Ansätze, eine Änderung der Baugestaltungssatzung aus dem Jahr 2010 zu lockern hinsicht­lich der Zulassung von PV-Anlagen. Die Alt­stadtsatzung lässt derzeit nur den Aufbau von solar­thermischen Kollektoren zur Brauch- und Heizwasse­rerhitzung unter genau festgelegten Voraussetzungen zu.

Nun lag ein Antrag zur Abänderungen und Vorausset­zungen der Altstadtsatzung vor, unter denen auch Photovoltaikanlagen im Altstadtbereich errichtet wer­den können. Die Voraussetzungen sind folgende:

Der geplante Standort ist nicht auf einem in die Denk­malliste eingetragenen Gebäude vorgesehen. Die Er­richtung erfolgt auf der Dachfläche eines Nebengebäu­des oder innerhalb eines Grundstückes ebenerdig mit Ständern. Die Anlage ist von öffentlichen Verkehrsflä­chen aus nicht einsehbar. Sofern die Anlage auf einer Dachfläche installiert wird, ist sie in die Dachhaut zu integrieren oder parallel zur Dachfläche zu montieren. Das Aufständern der Anlagenteile ist nicht zulässig. Die Module sind mit einem möglichst hohen, dem Stand der Technik angepassten Wirkungsgrad zu wäh­len, um die erforderliche Fläche möglichst gering zu halten. Es ist zu prüfen, ob nicht ein alternativer Stand­ort möglich ist.

Nicht gerade leicht! Aber ein erster Schritt.
Nach einer längeren Diskussion, in der unter anderem verschiedene Möglichkeiten der Anpassung der Kol­lektoren an die Dachziegel und auch Probleme im Brandfall angesprochen wurden, wurde zudem darauf hingewiesen, dass letztlich die Entscheidung über die jeweilige Zulassung Angelegenheit des Landratsamtes sei. Es wird nur eine geringe Fläche geeignet sein. -was je­doch aber an der Lage der Altstadt läge.


Tübingen:  Photovoltaik-Pflicht für neue Häuser

Bei Neubauten soll künftig eine PV-Anhalte auf das Dach. Vorsicht: die Käufer dürfen nicht dazu verpflichtet werden!
Deshalb: Bei allen Grundstückskaufverträge und städtebaulichen Verträgen muss die Verwaltung die PV-Pflicht als Klausel einbinden. Zusätzlich wird die Pflicht in neue Bebauungspläne aufgenommen.
Die Tübinger Stadtwerke sind so eingebunden: Können sich Bauherren keine PV-Anlage leisten, pachten die Stadtwerke die Dachfläche und errichten eine Solarstromanlage.
Zum Beschluss.

In Waiblingen gibt für ein Baugebiet schon seit 2008 einen Beschluss!
Ba-Wü ist halt weiter....aber wir packen`s auch noch.
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Diese Bürgermeister sind an der Energiewende dran:
Am Dialog "Nachhaltige Stadt" beteiligen sich die Stadtoberhäupter von Augsburg, Bonn, Düsseldorf, Erfurt, Essen, Freiburg, Friedrichshafen, Hannover, Heidelberg, Köln, Konstanz, Leipzig, Lörrach, Ludwigsburg, Lüneburg, München, Münster, Norderstedt, Nürnberg, Ravensburg, Rheine, Suhl, Tübingen, Ulm und
Wernigerode. LINK