Keine Nichtschwimmer mehr in Unterschleißheim

Erfolgreicher Grüner Antrag von Jürgen Radtke und Brigitte Huber, 3. Bürgermeisterin

Alle lernen Schwimmen

Meldungen von DLRG und Wasserwacht darauf aufmerksam machen, dass immer weniger Kinder schwimmen können.
Dazu passen leider zwei Meldungen, die in diesem Jahr in Unterschleißheim Schlagzeilen machten und damit den dringenden Handlungsbedarf auch bei uns unterstreichen:
1. Private Initiative einer Großmutter wurde ein Erfolg - Schwimmunterricht für Grundschüler in den Osterferien.
2. Zwei junge Erwachsene, Nichtschwimmer, ertrinken beim Baden im Unterschleißheimer See.

Die Recherche jener Großmutter ergab, dass in Unterschleißheim etwa 90 Kinder der 2. bis 4. Jahrgangsstufe nicht schwimmen konnten. Nach den kostenlosen Schwimmkursen, die sie in vorbildlicher privater Initiative in Verbindung mit der Schwimmabteilung des SV und Sponsoren organisiert hatte, haben 25 der teilnehmenden Kinder die Seepferdchenprüfung abgelegt.
Zusätzlich besteht aber auch ein Handlungsbedarf für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die nicht schwimmen können.
Folgende Ziele stehen in unserem Fokus, die auch nach ersten Gesprächen von Stadträten anderer Parteien mitgetragen werden:
- Jedes Kind über 10 Jahre und jeder Jugendliche sollte schwimmen können (mindestens Seepferdchen).
- Die Anzahl erwachsener Nichtschwimmer sollte verringert werden.
Jürgen Radtke für die Grüne Fraktion
Der Antrag, die Pressemeldung und das Ergebnis der Abstimmung:

Beschlossen wurden 1.  für die Altersstufe 6 – 14 Jahre, die Bezuschussung zur Erweiterung des Angebotes von Schwimmkursen für Nichtschwimmer in Kooperation mit dem SBZ (Sehbehinderten- und Blindenzentrum Südbayern) und dem Aquariush (Hallenbad).
Beschlossen wurde 2. für Kinder im Alter von 6 – 14 Jahren, die Bezuschussung weiterer zusätzlicher Schwimmbegleitung, um parallel zum schulischen Schwimmunterricht die Nichtschwimmer zu betreuen.
Die Kosten für die zusätzlichen Angebote sind im Nachtragshaushalt 2015 mit zu berücksichtigen.
Im Sommer 2016 erfolgte eine Evaluierung im Stadtrat.