Grundsatzbeschluss zur Wohnungsbaupolitik

(früher als Einheimischenbauland bezeichnet) Grafing. Viel Mühe, die sich gelohnt hat.

Katasterplan

Die Verteilung von neu geschaffenem Bauland regelt der so genannte Grundsatzbeschluss:
Die Erschließungsflächen (ca. 20 bis 30%) stellt der Grundstückseigentümer der Stadt kostenlos zur Verfügung.
Vom Rest darf der Grundstückseigentümer 65% für den Eigenbedarf (z.B. seiner Familie) oder den freien Verkauf behalten.
35% verkauft der Grundstücksbesitzer verbilligt an Ortsansässige (Sozialanteil). Verbilligt heißt: Bodenrichtwert abzüglich 40%. Die Grundstücke müssen unbebaut sein.

Sieht der Bebauungsplan Wohnungen vor, ist der Bauträger verpflichtet, ein Drittel der Wohnungen zu einem 25% niedrigeren qm-Preis an Ortsansässige zu veräußern. Das führt dazu, dass bei dem derzeitig erschlossenen Wohngebiet Reihenhausgrundstücke für einen qm-Preis von 390 € angeboten werden und Wohnungen zu einem qm-Preis von ca. 3.300 €/qm. Für den Münchner Speckgürtel sind das sehr günstige Preise. Die Preis konnten auch deshalb so günstig sein, da wir sehr verdichtet bauen werden: Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser.
Die Zugangsberechtigung und Reihenfolge der Bewerber regelt der Kriterienkatalog.

Wichtig ist mir im Zusammenhang mit unserem Grundsatzbeschluss, dass dies ein zäh ausgehandelter Kompromiss der im Stadtrat vertretenen Parteien ist. Mit Hilfe eines Rechtsanwaltes, Beratung durch den Bayerischen Gemeindetag und einer exzellent arbeitenden Bauverwaltung.

Angelika Obermayr, Bürgermeisterin von Grafing