"Energetische Standards und Planungsvorgaben" in der Stadt Nürnberg beschlossen.
Vorbildliche Standards

Energiesparen

Die Mehrkosten liegen bei nur ca. 6% Mehrkosten gegenüber dem normalen Standard.
Der Bau- und Vergabeausschuss der Stadt Nürnberg hat am 17. November neue "Energetische Standards und Planungsvorgaben" beschlossen. Sie gelten für alle Baumaßnahmen (Hochbau und Technik) der Stadt Nürnberg, d.h. für alle stadteigenen Gebäude, Einrichtungen und betriebstechnischen Anlagen der städtischen Ämter und Eigenbetriebe.

Im Nürnberger Stadtrat wurde Ende 2009 beschlossen, Neubauten grundsätzlich in Passivhausqualität zu errichten.
Passivhausqualität bedeutet, dass durch gute Wärmedämmung und Lüftung der Energieverbrauch der Gebäude so gering wird, dass die Wärmerückgewinnung und die Sonneneinstrahlung fast alle erforderliche "Wärme" quasi passiv liefert. Die EU fordert ab 2018  "Null-Energie-Häuser" im Neubau, weil sie null Energie von außen benötigen werden.

Ganz wichtig: Entgegen vieler Vorurteile ist dank intelligenter und einfacher Lüftungstechnik die Luft in diesen Häusern besser. Feinstaub, Lärm oder Pollen bleiben ausgesperrt. Auch werden durch Vermeiden von Wärmebrücken kalte Wände verhindert. Damit ist Schimmelbildung im Passivhaus ausgeschlossen. Diese Qualitätshäuser steigern also den Komfort und senken radikal den Energieverbrauch und die Klimabelastung. Bei großer Hitze bieten sie zudem dank Wärmedämmung und Lüftung ein behagliches Raumklima.

Passivhausstandard ist also gerade für Schulen ideal.
"Wir wollen und müssen die Summe aus Investitions- und Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer der Gebäude minimieren - das ist eine ökonomische wie auch ökologische Notwendigkeit, die alternativlos ist", erklärte der Nürnberger Baureferent Wolfgang Baumann. Die Mehrkosten für solche Neubauten schätzt die Stadt mit etwa 6% gegenüber dem bisherigen Standard ein.

Die Nürnberger Stadträte haben auch entschieden, dass bei größeren Schulsanierungen künftig Lüftungsanlagen eingebaut werden sollen, um eine erheblich bessere Luftqualität zu erreichen und viel Energie zu sparen.
Nov. 2009- Abstimmungsergebnis: angenommen
Die Leitlinie
Die Checkliste  

Nähres beim Umweltreferenten Peter Pluschke