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Kühler Kopf und trockene Füße
Klimaanpassung in der kommunalen Praxis

36. GRIBS - Kommunalkongress 2022

Bildquelle: Foto: Paul Stevenson, „Bodies in Motion“, CC-Lizenz (BY 2.0), https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Quelle: www.piqs.de Farbgebung verändert
Bildquelle: Foto: Paul Stevenson, „Bodies in Motion“, CC-Lizenz (BY 2.0), https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Quelle: www.piqs.de Farbgebung verändert
GRIBS Bildungswerk e.V.
GRIBS Bildungswerk e.V.
Petra Kelly Stiftung
Petra Kelly Stiftung

Kühler Kopf und trockene Füße
Klimaanpassung in der kommunalen Praxis

Was für ein aufregendes, erkenntnisreiches und geselliges Wochenende liegt hinter der GRIBS-Familie!
36. GRIBS-Kongress, vom 6.-7. Mai 2022, Feuchtwangen
GRIBS Bildungswerk e.V. Bamberg in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung e.V., München

Was für ein aufregendes, erkenntnisreiches und geselliges Wochenende liegt hinter der GRIBS-Familie!

Nach zwei digitalen Kongressen konnten wir uns endlich wieder in Präsenz treffen: 75 Präsenzteilnehmer*innen waren vor Ort und 30 weitere zugeschaltet.

Der Freitagabend startete mit der Begrüßung durch Susanna Tausendfreund, erste Bürgermeisterin von Pullach sowie Martina Neubauer als Vertretung für die Petra-Kelly-Stiftung. Auch Martin Stümpfig, örtlicher Abgeordneter und sozusagen "Hausherr" war gekommen.

Nach der Begrüßung folgte sogleich das erste Highlight des Kongresses: Gaston Florin, Perspektivenmagier und Bühnenkünstler begeisterte in einem "Eröffnungsvortrag der anderen Art" und eröffnete den Zuhörer*innen seine Ideen, andere Menschen politisch mitzunehmen. Auf spielerische Art vermittelte er die Bedeutsamkeit des Annehmens von Fragen und von abweichenden Meinungen des/der anderen, die Wirkung von JA und NEIN in der Kommunikation, von Annahme und Ablehnung, von Wertschätzung des Gegenübers. Für das eigene Wohlbefinden gab er den Tipp zum Erlernen einer Fehlerkultur unter dem Stichwort "You Should Be Happy When You Fail" und stellte heraus, dass man mit der Übernahme von Verantwortung für die eigenen Fehler bei den anderen in der Regel nur "punkten" kann.

Zugeschaltet war in der anschließenden Bürgermeisterrunde die Grüne Umwelt-Bürgermeisterin Diana Pretzell aus Mannheim. Markus Reichart, erster Bürgermeister aus Markt Heimenkirch war extra aus dem Oberallgäu angereist und live vor Ort.

Pretzell stimmte Gastons Tipps zu, ergänzte aber, dass diese Tipps umso schwieriger einzuhalten und umzusetzen sind, je komplexer die politische Materie werde. Sie erläuterte dies anhand des Klimaaktionsplans ihrer Stadt und wie gleichzeitig versucht werden müsse, die Menschen für die Ziele und Maßnahmen aus diesem Plan zu begeistern und mitzunehmen.
Reichart stellte als Positivbeispiel aus seiner Gemeinde den Bürgertreff auf dem Wochenmarkt, den er als Bürgermeister wöchentlich abhalte. Gleichwohl hielt er nicht hinterm Berg mit aktuellen Konflikten in seinem Ort, z.B. beim geplanten Bau eines Biomasse-Heizkraftwerks zur Umsetzung der Energiewende, was lange brach lag aufgrund von Gegenwind von Denkmalschützern. Seit dem 24. Februar bewege sich nun etwas vor Ort. Pretzell ergänzte noch, dass das ein oder andere auch mal deutlich gesagt werden dürfe, denn dies helfe auch der Debattenkultur.

Nach dem offiziellen Programm wurde am Freitagabend in geselliger Runde im Bierstüberl weiter diskutiert und gelacht. Es fand sich sogar traditionsgemäß eine Schafkopfrunde um unseren Landesschatzmeister, Uli Lindner, und unseren Bundestagsabgeordneten Leon Eckert zusammen.

Am Samstag eröffneten Susanna Tausendfreund, Steffi König, kommunalpolit. Sprecherin im GRÜNEN Landesvorstand und Johannes Becher, kommunalpolit. Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion den Tag. Becher berichtete kurz von seinen jüngsten Begegnungen bei den Vereinten Nationen in Genf und beim Besuch der Stadt Lyon mit ihrer grünen Bürgermeisterin. Überall seien die Ideen für die ökologische Transformation, für die Energiewende, für den Klimaschutz und für die Verkehrswende fest verankert. Es gehe jetzt darum, die Menschen vor Ort mitzunehmen, dafür komme der Kommunalpolitik eine wichtige Bedeutung zu. Martin Stümpfig riss verschiedene Maßnahmen der Klimaanpassung in Kommunen an und hob beispielhaft vier besonders hervor: - Frischluftschneißen erhalten, Mikroklima untersuchen, Sturzflutmanagement einführen und jeden Baum erhalten, soweit es nur irgendwie geht!

Es folgten die beiden ersten Inputs des Tages: Sabrina Erlwein, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Strategie und Management in der Landschaftsentwicklung der TU München, die das Projekt "Grüne Stadt der Zukunft" vorstellte, Finalist des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2022 und Stefanie Lorenz, Geschäftsführerin von KlimaPlus und Projektkoordinatorin bei LoKlim am Institut für Umweltsozialwissenschaft und Geographie der Uni Freiburg.

LoKlim ermöglicht alle landesweiten Klimaprognosedaten auf die einzelnen Regionen und Kommunen Baden-Württembergs herunter zu rechnen, so dass jede Region, jeder Landkreis, jede Stadt ablesen kann, wie sich der Klimawandel direkt vor Ort darstellen wird. In der anschließenden Fragerunde waren sich alle Teilnehmer*innen einig, dass es ein solches Portal unbedingt auch für Bayern bzw. alle Bundesländer geben müsse.

Nach der Mittagspause ging es dann gleich in die Foren. Erstklassige Referent*innen waren hier vor Ort, die unseren Teilnehmer*innen Themen wie kommunales Starkregenmanagement, Doppelte Innenentwicklung, Schwammstadtprinzip, Anders Pflanzen, Katastrophenschutz und Hitzeaktionspläne erklärten. Auch hier war genug Zeit für Fragen eingeplant.

Abgerundet wurde der Input des Tages von Matthias Simon, Verwaltungsdirektor des Bayerischen Gemeindetages, der die rechtlichen Aspekte von Bauleitplanung und co, die Kommunen zur Planung und Gestaltung zur Verfügung stehen. Zur Rechtssicherheit gehört bei allen in das Eigentum hineinreichende Planungen eine ausreichende Begründung, eine ordentliche Abwägung und eine Würdigung widerstreitender Interessen. Kurz: eine gut durchdachte, für ein Gericht überprüfbare Struktur und Konzept. Das gilt sowohl für Klimaanpassungsmaßnahmen, für Klimaschutzmaßnahmen, als auch für das Thema sozialgerechte Bodennutzung. Manchmal ist es besser, lieber etwas Tempo herauszunehmen und eine Planung neu aufzusetzen und ein konzeptionelles Vorgehen sicher zu stellen.

Allen, die noch mehr Details erfahren wollen, sei unser nächster Mitgliederbrief empfohlen, in dem noch ein ausführlicherer Bericht erscheinen wird sowie unsere Dokumentation, die wir zur Verfügung stellen mit weiterführenden Links sowie den Präsentationen unserer Referent*innen.

Kühler Kopf und trockene Füße – Klimaanpassung in der kommunalen Praxis

Das war unser 36. GRIBS-Kommunalkongress

Willkommen: Claudia Bosse und Martin Stümpfig, MdL
Gaston Florin
Arbeitsphase
Steffi König und Luise Krispenz
Nachbesprechen
 

 

Begrüßung und Einführung

Sag JA, immer JA!...echt jetzt?
Agiles Handeln in Echt - Zeit, oder: von der Kunst, die Menschen mitzunehmen
Gaston Florin, Perspektivenmagier, Bühnenkünstler, Keynotespeaker

… und in der kommunalen Praxis? Im Gespräch:
Prof. Dr. Diana Pretzell, Umweltbürgermeisterin Mannheim,
Markus Reichart
, 1. Bürgermeister Markt Heimenkirch

 

Impulse für Stadt und Land

Grüne Stadt der Zukunft

Sabrina Erlwein,Technische Universität München, Lehrstuhl für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung, wiss. Mitarbeiterin
LoKlim – Lokale Klimaanpassung für kleine und mittlerer Kommunen und die Links zu den Broschüren und Factsheets und ein Leitfaden zu Stadtbäumen in Bayern
Stefanie Lorenz, Klima Plus – Klimaschutzberatung, Universität Freiburg und Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie

 

Praxis für vor Ort: Drei parallele Foren

 

Forum blau: Kluges Wassermanagement
AKUT – kommunales Starkregenmanagement
Jan Boeckmann, TUM Campus Straubing, wiss. Mitarbeiter an der Professur komplexe Netzwerke
Miriam Lawens, HS Mainz, wiss. Mitarbeiterin, FB Bauingenieurwesen - Siedlungswasserwirtschaft
Andres Rockinger, Landschaftsarchitekt, 'Das Schwammstadtprinzip BEN - Berater bei der Bayerische Architektenkammer

 

Forum grün: Mehr Grün im Ort
Anders Planen: Vorrang "Grün und Frischluft"
Dr. Johanes Gnädinger, PSU Schaller Umweltconsult GmbH, Mitglied des bayerischen Klimarates
Anders Pflanzen: Baum Fassade Dach
Wolfgang Heidenreich, GreenCity, Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt bdla, BEN-Berater bei der Byak

 

Forum rot: Was tun im Akutfall
Hitzeaktionsplan und Co – Gesundheitsvorsorge bei Hitzestress
Prof. Dr. Henny Anette Grewe, Hochschule Fulda, Professur im Fachbereich Pflege und Gesundheit
Kommunaler Katastrophenschutz
Leon Eckert, MdB, 3. Bürgermeister, Freiwillige Feuerwehr
Ein Antragspaket (Mitglieder loggen sich bitte ein)

 

Planungsrecht und Klimaanpassung
Matthias Simon, Bayerischer Gemeindetag, Referat IX Baurecht und Landesplanung

 

Werkstatt 2: Das wollen wir anpacken!

Unsere konkreten Ideen und nächsten Schritte

 

HIER LIEGT DAS GANZE PROGRAMM MIT DETAILS
HIER LIEGT DIE PROGRAMMÜBERSICHT ZUM AUSDRUCKEN
HIER GEHT ES ZUR BANKVERBINDUNG UND DEN TEILNAHMEKOSTEN

Die Positionspapier der Grünen Landtagsfraktion

AUF DEM WEG ZUR KLIMAANGEPASSTEN KOMMUNE
Unterstützung der Bayerischen Städte und Gemeinden durch den Freistaat
Klimaüberhitzung - Folgen und Anpassung

Materialien rund um das Thema Klimaanpassungsmaßnahmen

Es gibt sehr viele, sehr gute Leitfäden und Broschüren mit Checklisten und Praxisbeispielen

Musteranträge - Materialien der Referent*innen

  • Antragspaket rund um die Feuerwehr, Hilfkräfte von Leon Eckert, MdB, HIER
  • Und zu allen Themen Anträge finden sich Anträge im Mitgliederbereich auf dieser Homepage

Beispiele von Klimaanpassungskonzepten

Kennst Du weitere Konzepte? Dann informier uns bitte davon, damit wir diese Liste erweitern können.